PRESSEMITTEILUNG: Neue Planungen zum nachgelagerten Wegenetz aufgetaucht

UPDATE VOM 06.09.2012:
Wie ich heute erfahren habe, sollen die Teile des Mühlendamms und der Straße „Zur Mühle“, die im Plan markiert sind, wohl doch nicht ausgebaut werden. Somit ist der Plan nicht mehr aktuell!

Am Donnerstag (30.08.2012) tauchten wieder neue Informationen über die Planungen des im Falle des vierstreifigen Ausbaus der B 213/E 233 auszubauenden nachgelagerten Wegenetzes in der Gemeinde Lastrup auf. Ende Februar hatte der Lastruper Bau- und Planungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung einen Planentwurf des nachgelagerten Wegenetzes beschlossen, der beim Landkreis als Antrag eingereicht wurde. Im Juli hatte der Lastruper Bürgermeister Michael Kramer auf eine Anfrage des Lastruper Grünen-Ratsherrn Fabian Wesselmann geantwortet, dass es Änderungen am ursprünglichen Plan gegeben habe und „ein Ausbau des nachgelagerten Wegenetzes nördlich der B 213“ von der planenden Arbeitsgruppe „als nicht begründet angesehen und somit aus dem Ausbaukonzept gestrichen [wurde]“. Im südlichen Bereich der B 213 sei dagegen der Ausbau einiger Straßen notwendig.


Das nachgelagerte Wegenetz, so lautete die Antwort des Lastruper Bürgermeisters im Juli, würde „in der nächsten Bau- und Planungsausschusssitzung im öffentlichen Teil beraten.“ Auch in der Münsterländischen Tageszeitung hatte der Lastruper Bürgermeister im Juli erklärt, dass „in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Lastrup unmittelbar nach der Sommerpause ein reales und umsetzbares Konzept in öffentlicher Sitzung umfassend beraten“ werden sollte.

Diese nächste Sitzung des Bau- und Planungsausschusses nach der Sommerpause findet nun auch am Montag, den 3. September statt – nur die Planungen zum nachgelagerten Wegenetz stehen nicht auf der Tagesordnung. Der Grünen-Ratsherr Wesselmann erläutert: „Ich habe Michael Kramer per E-Mail nach dem Grund gefragt und von ihm erfahren, dass die Planungen zum nachgelagerten Wegenetz erst am 15. Oktober auf der Tagesordnung des Bau- und Planungsausschusses stehen sollen.“ Der Grund sei laut Kramer, dass „noch vorbereitende Abstimmungsgespräche zwischen Bund, Landkreis, Landwirtschaftskammer und der Gemeinde [stattfinden]“ würden. „Leider werden auch die demokratisch gewählten Vertretungen immer noch nicht vernünftig an der Planung beteiligt. So kann die demokratische Steuerung und Kontrolle der Verwaltung nicht funktionieren. Vor allem die Öffentlichkeit nicht zu informieren, ist offensichtlich die Strategie der Planer. Wieder einmal wird hinter verschlossenen Türen versucht, Fakten zu schaffen“, kritisiert Wesselmann. Denn der Grünen-Ratsherr fragte den Lastruper Bürgermeister auch nach dem aktuellen Stand der Planungen und am Donnerstag erhielten die Lastruper Ratsmitglieder einen neuen Plan mit dem auszubauenden nachgelagerten Wegenetz. Mit den Aussagen des Lastruper Bürgermeisters im Juli hat der Plan jedoch wenig zu tun. So sind nun beispielsweise doch wieder auszubauende Straßen nördlich der B 213, wie Teile des Vahrener Weges auf 3,50 Meter und Ausweichbuchten, eingeplant. Südlich der B 213 sollen unter anderem Teile der Straße „Mühlendamm“ auf 4,75 Meter ausgebaut werden.

„Je konkreter die Planungen des nachgelagerten Wegenetzes werden, desto offensichtlicher wird, dass nicht nur die vierstreifige Haupttrasse der B 213, sondern auch das nachgelagerte Wegenetz unverantwortliche Konsequenzen für die Lebensqualität in der Gemeinde Lastrup hätten“, so Wesselmann abschließend.