NWZ: Familiengerechtigkeit auf Prüfstand

Wesselmann: Experten sollen Blick auf Lastrup werfen

Der Ratsherr von Bündnis 90/Die Grünen hat einen Antrag gestellt. Auch Cloppenburg beteiligt sich.

von Peter Linkert

LASTRUP – Der Lastruper Ratsherr Fabian Wesselmann (Bündnis 90/Die Grünen) hat beantragt, dass Lastrup am so genannten „Audit Familiengerechte Kommune“ teilnimmt. Das Audit wird vom Verein „Familiengerechte Kommune“ angeboten, der 2011 von Vertretern der Bertelsmann- Stiftung und der Ruhr-Universität Bochum gegründet wurde. Ziel ist es, „die Familiengerechtigkeit in deutschen Kommunen gezielt, für die Menschen konkret spürbar und nachhaltig“ zu erhöhen. Der Test soll den Kommunen helfen, eine Gesamtstrategie zu dem Thema zu entwickeln.

Eine erfolgreiche kommunale Familienpolitik sei in Zeiten des demografischen Wandels entscheidend für die Zukunftsfähigkeit einer Kommune, betont Wesselmann. „Für Menschen und Unternehmen ist Familiengerechtigkeit ein wichtiger Standortfaktor. Um die bisherigen Aktivitäten der Gemeinde Lastrup im Bereich der kommunalen Familienpolitik zu analysieren und weiter zu entwickeln, ist das Audit ,Familiengerechte Kommune’ ein sinnvolles und bundesweit erprobtes Verfahren“, begründet Wesselmann seinen Antrag. Auch die Stadt Cloppenburg habe sich beispielsweise für eine Teilnahme entschieden. „Meines Erachtens ist es ein großer Vorteil des Audits, dass externe Experten und -innen einen unabhängigen Blick von außen auf die Gemeinde werfen.“ In enger Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern könnten so Stärken und Schwächen in der Gemeinde analysiert und Verbesserungen geplant werden.

Wenn die Gemeinde Lastrup erfolgreich am etwa zwölf Monate dauernden Auditierungsverfahren teilnehme, erhalte sie ein Zertifikat, mit dem sie in den kommenden drei Jahren für ihre Familiengerechtigkeit werben und so ihre Attraktivität steigern könne. Der erfolgreichen Zertifizierung schließe sich die dreijährige Umsetzungsphase an, in der durch jährliche Berichterstattung die Umsetzung der im Rahmen des Auditierungsverfahrens beschlossenen Ziele und Maßnahmen dokumentiert würde.

Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg
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