„Geldverschwendung pur“

PRESSEMITTEILUNG

Für den Lastruper Ratsherrn Fabian Wesselmann (Bündnis 90/Die Grünen) ist es „an Absurdität kaum zu überbieten“: Nach derzeitigem Planungsstand soll im Falle eines vierstreifigen Ausbaus der E 233 die Anschlussstelle Lastrup-Nord (Linderner Straße) mit ihrem Brückenbauwerk weitestgehend abgerissen und nur einige Meter weiter nord­nord­west­lich wieder neu aufgebaut werden. Kostenpunkt nach ersten Schätzungen für den Abriss und versetzten Neubau der Brücke: rund 1,5 Millionen Euro. Das ergibt sich aus Auskünften des Lastruper Bürgermeisters Michael Kramer an Wesselmann.
Die Anschlussstelle Lastrup-Nord (Linderner Straße) ist dabei alles andere als alt – erst Ende 2009 war die Lastruper Ortsumgehung freigegeben worden. Der Grund für diese Planung liegt in vorgeschriebenen Kurvenradien und Einsichten in Kurvenbereichen. Momentan gehen die Planungen laut Bürgermeister Kramer von einem Tempolimit von 100 km/h auf der Lastruper Ortsumgehung aus. „Ohne den Abriss und Neubau müsste vermutlich ein Tempolimit von maximal 80 km/h angeordnet werden“, erläutert Wesselmann. „Das soll scheinbar um jeden Preis verhindert werden.“
Den 23-jährigen Lastruper Grünen-Ratsherrn macht diese Vorgehensweise fassungslos: „Geldverschwendung pur!“ Es zeige sich wieder einmal, dass der geplante vierstreifige Ausbau der E 233 weder sinnvoll noch finanzierbar sei.